KI – Chatbots und Suchmaschinen
Dieser Text wurde (ganz oder teilweise) mit Hilfe von KI erstellt.
Stand: 15.06.2026
KI-Chatbots haben sich seit 2023 stark weiterentwickelt. Aus einfachen Textgeneratoren sind vielseitige Assistenten geworden. Sie schreiben und überarbeiten Texte, fassen Dokumente zusammen, recherchieren im Internet, erzeugen Bilder, analysieren Tabellen, helfen beim Programmieren und können teilweise Aufgaben in mehreren Schritten bearbeiten.
Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Chatbot und Suchmaschine. Viele Chatbots können heute im Internet suchen. Klassische Suchmaschinen wie Google und Bing zeigen inzwischen ebenfalls KI-generierte Antworten an. Für Nutzerinnen und Nutzer ist deshalb wichtig: Eine KI-Antwort ist nicht automatisch richtig. Quellen, Datenschutz und Zweck der Nutzung müssen immer geprüft werden.
Dieser Überblick nennt wichtige KI-Dienste, die für deutschsprachige Nutzerinnen und Nutzer relevant sind.
Wichtige KI-Chatbots und KI-Suchmaschinen
ChatGPT
ChatGPT von OpenAI gehört zu den bekanntesten KI-Chatbots. Der Dienst kann Texte schreiben, Fragen beantworten, Dokumente analysieren, Bilder erstellen, beim Lernen helfen, Programmcode erzeugen oder erklären und im Internet suchen. ChatGPT Search ist in verfügbaren Regionen auch ohne Anmeldung nutzbar. In den Einstellungen können Nutzer steuern, ob ihre Inhalte zur Verbesserung der Modelle verwendet werden.
Link: https://chatgpt.com/
Microsoft Copilot
Microsoft Copilot ist der KI-Assistent von Microsoft. Er ersetzt weitgehend die frühere Bezeichnung „Bing Chat“ und ist mit Microsoft-Diensten wie Bing, Edge, Windows und Microsoft 365 verbunden. Zusätzlich gibt es Copilot Search in Bing, das klassische Suchergebnisse mit KI-generierten Zusammenfassungen und Quellen kombiniert.
Link: https://copilot.microsoft.com/
Google Gemini und Google-Suche mit KI
Gemini ist der KI-Assistent von Google. Er kann Texte erstellen, Fragen beantworten, Informationen strukturieren und bei vielen Alltags- und Arbeitsaufgaben helfen. Google hat außerdem KI-Antworten direkt in die Suche integriert, unter anderem AI Overviews und AI Mode. Diese Funktionen können schnelle Zusammenfassungen liefern, ersetzen aber keine Prüfung der Originalquellen.
Link: https://gemini.google.com/
Perplexity
Perplexity ist weniger ein klassischer Chatbot und stärker eine KI-Suchmaschine. Der Dienst beantwortet Fragen und zeigt Quellen an. Das ist hilfreich für erste Recherchen, weil die Herkunft der Informationen besser nachvollziehbar bleibt. Trotzdem gilt auch hier: Quellen prüfen.
Link: https://www.perplexity.ai/
Claude
Claude ist ein KI-Assistent des Unternehmens Anthropic. Der Dienst wird häufig für längere Texte, Dokumentenanalyse, Programmierung, Zusammenfassungen und strukturierte Schreibaufgaben genutzt. Claude ist seit Mai 2024 offiziell in Europa verfügbar.
Link: https://claude.ai/
Mistral Vibe, früher Le Chat
Mistral AI ist ein französisches KI-Unternehmen. Der bisherige Chatbot Le Chat wird inzwischen als Mistral Vibe beziehungsweise Vibe angeboten. Mistral beschreibt Vibe als kombinierten KI-Chat-Assistenten und Agenten für professionelle Produktivität und Programmieraufgaben.
Link: https://chat.mistral.ai/
Grok
Grok ist der KI-Assistent von xAI. Er ist nicht nur über X erreichbar, sondern auch über grok.com sowie über iOS- und Android-Apps. Grok kann chatten, suchen, Inhalte erzeugen und je nach Version mit aktuellen Informationen aus dem Web und von X arbeiten.
Link: https://grok.com/
Poe
Poe ist keine einzelne KI, sondern eine Plattform, auf der verschiedene Chatbots und KI-Modelle ausprobiert und verglichen werden können. Für produktive oder vertrauliche Arbeit sollte man auch hier die jeweiligen Nutzungsbedingungen und Datenschutzregeln prüfen.
Link: https://poe.com/
DeepSeek
DeepSeek ist ein chinesischer KI-Anbieter mit leistungsfähigen Modellen. Aus Datenschutzsicht ist besondere Vorsicht geboten. DeepSeek erklärt in seiner Datenschutzerklärung, dass personenbezogene Daten direkt in der Volksrepublik China erhoben, verarbeitet und gespeichert werden können. Vertrauliche, berufliche oder personenbezogene Daten sollten deshalb nicht unüberlegt eingegeben werden.
Link: https://www.deepseek.com/
Kimi
Kimi ist ein KI-Assistent von Moonshot AI. Der Dienst bietet Funktionen für Chat, Dokumente, Recherche, Programmierung und Aufgaben mit mehreren Arbeitsschritten. Vor der beruflichen Nutzung sollten Datenschutz, Nutzungsbedingungen und Datenstandort geprüft werden.
Link: https://www.kimi.com/
neuroflash
neuroflash ist eine deutsch/europäisch positionierte Plattform für KI-gestützte Texterstellung, Marketing, Zielgruppenanalyse und Content-Produktion. Der Dienst richtet sich stärker an Unternehmen, Marketingabteilungen und professionelle Content-Erstellung als an reine Alltagsfragen.
Link: https://neuroflash.com/
KI-Suche: Warum sie ein eigenes Thema ist
KI-Suche liefert nicht nur Linklisten, sondern direkt formulierte Antworten. ChatGPT Search, Copilot Search in Bing, Google AI Overviews, Google AI Mode und Perplexity verändern dadurch die Art, wie Menschen Informationen finden.
Neu hinzu kommt die Entwicklung zum KI-Browser und Web-Agenten. Dienste wie ChatGPT Atlas oder Perplexity Comet verbinden Suche, Chat und Browser stärker miteinander. Die KI kann dann nicht nur Antworten formulieren, sondern den aktuellen Webseitenkontext auswerten, Recherchen über mehrere Seiten begleiten und teilweise Aufgaben im Browser ausführen. Das kann praktisch sein, erhöht aber die Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit: Browserverlauf, eingeloggte Webseiten, Dokumente oder Kundendaten können besonders sensibel sein. Außerdem können Webseiten versteckte Anweisungen enthalten, die KI-Agenten beeinflussen sollen. Für Schulungen ist deshalb wichtig: KI-Browser und Agenten nur mit bewusst gewählten Berechtigungen nutzen, sensible Sitzungen trennen und Ergebnisse weiterhin anhand der Originalquellen prüfen.
Das ist bequem, kann aber problematisch sein. KI-Antworten können Fehler enthalten, Quellen können unvollständig dargestellt werden, und Nutzerinnen und Nutzer lesen die Originalquellen möglicherweise gar nicht mehr. Die praktische Regel lautet: KI-Suche ist gut für einen ersten Überblick. Für wichtige Aussagen sollten immer die Originalquellen geöffnet und verglichen werden.
Hinzu kommt ein rechtlicher Aspekt: KI-generierte Suchübersichten werden nicht zwingend wie klassische Linklisten behandelt. Das LG München I hat 2026 entschieden, dass eine ‚Übersicht mit KI‘ als eigener, dem Suchmaschinenbetreiber zurechenbarer Inhalt gewertet werden kann, wenn sie Suchergebnisse in eigenen Worten auswertet und darüber hinausgehende Aussagen formuliert. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, zeigt aber: KI-Suche ist nicht nur technisch, sondern auch rechtlich ein anderes Format als die klassische Trefferliste.
Quellen: LG München I / Bayerische Justiz, Az. 26 O 869/26; Reuters berichtete über Googles geplante Berufung.
Chatbot oder Suchmaschine?
Die Grenzen verschwimmen. Viele Chatbots können heute im Internet suchen, und Suchmaschinen liefern zunehmend direkte KI-Antworten. Ein Chatbot eignet sich besonders gut für Texte, Ideen, Erklärungen, Zusammenfassungen, Code, Lernen und kreative Aufgaben. Eine KI-Suchmaschine eignet sich besonders gut für aktuelle Informationen, Quellenvergleich, Recherche mit Nachweisen und einen schnellen Überblick über ein Thema.
Für wichtige Entscheidungen sollte man KI-Antworten nie ungeprüft übernehmen. Besonders bei Recht, Medizin, Finanzen, Datenschutz und Sicherheit sind Originalquellen oder Fachleute notwendig.
Datenschutz: Was sollte man beachten?
KI-Chatbots und KI-Browser verarbeiten Eingaben auf Servern der Anbieter. Wer dort personenbezogene Daten, Kundendaten, Gesundheitsdaten, interne Dokumente, Passwörter, Browserverläufe oder Geschäftsgeheimnisse einbezieht, kann ein Datenschutz- oder Sicherheitsproblem erzeugen.
Vor der Nutzung sollte man prüfen: Werden Eingaben zum Training verwendet? Kann man Training mit eigenen Inhalten abschalten? Wo werden Daten gespeichert? Gibt es eine Business-, Team- oder Enterprise-Version? Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag? Werden Daten an Dritte oder in Drittstaaten übermittelt? Ist der Dienst für sensible Daten überhaupt geeignet?
Für private Tests ist das Risiko oft geringer. Für Unternehmen, Schulen, Vereine, Behörden oder Arztpraxen gelten deutlich höhere Anforderungen.
EU AI Act: Warum er wichtig ist
Der europäische AI Act ist der zentrale Rechtsrahmen der EU für künstliche Intelligenz. Er verfolgt einen risikobasierten Ansatz: Je höher das Risiko eines KI-Systems für Menschen, Grundrechte oder Sicherheit ist, desto strenger sind die Anforderungen.
Der AI Act ist am 01.08.2024 in Kraft getreten. Verbote bestimmter KI-Praktiken und Pflichten zur KI-Kompetenz gelten seit 02.02.2025. Regeln für General-Purpose-AI-Modelle gelten seit 02.08.2025.
Die weitere Umsetzung ist derzeit in Bewegung: Im Rahmen des Digital-Omnibus-on-AI haben sich EU-Parlament und Rat im Trilog im Mai 2026 vorläufig auf gezielte Änderungen geeinigt. Danach sollen bestimmte Hochrisiko-Pflichten gestaffelt später anwendbar werden – nach aktuellem Stand am 02.12.2027 für eigenständige Hochrisiko-KI-Systeme und am 02.08.2028 für Hochrisiko-KI-Systeme in Produkten. Die formale Annahme und Veröffentlichung sollten weiter beobachtet werden. Für die Praxis bleibt wichtig: Fristen, Leitlinien, Standards und nationale Zuständigkeiten regelmäßig prüfen.“
Quelle: Europäisches Parlament, Legislative Train „Digital Omnibus on AI“, Stand 22.05.2026.
Quelle: EU-Kommission / AI Act Service Desk, Timeline for the Implementation of the EU AI Act; EU-Kommission, AI Act Überblick.
Praktische Empfehlung
Für einfache Alltagsfragen kann man verschiedene Chatbots ausprobieren. Für Recherchen mit Quellen sind Perplexity, Copilot, Gemini oder ChatGPT Search interessant. Für längere Texte und Dokumente eignen sich ChatGPT, Claude oder Mistral Vibe. Für Marketing und deutschsprachige Content-Prozesse kann neuroflash sinnvoll sein.
Für KI-Browser und Web-Agenten gilt zusätzlich: Nur mit bewusst gewählten Berechtigungen nutzen, sensible Sitzungen trennen und keine vertraulichen Daten in Browserkontexte einbeziehen, die nicht ausdrücklich dafür freigegeben sind.
Bei vertraulichen Daten gilt jedoch immer: Erst prüfen, dann eingeben. Kostenlose Consumer-Versionen sind selten die richtige Umgebung für sensible berufliche Informationen.
Fazit
KI-Chatbots und KI-Suchmaschinen sind inzwischen leistungsfähige Werkzeuge. Sie können Arbeit erleichtern, Lernen unterstützen und Recherchen beschleunigen. KI-Browser und Web-Agenten erweitern diese Entwicklung, weil sie Suche, Chat und Browser enger verbinden.
Gleichzeitig ersetzen sie weder kritisches Denken noch Datenschutzprüfung. Die wichtigste Regel lautet: KI kann helfen, aber sie sollte nicht blind vertraut werden. Wer gute Ergebnisse möchte, braucht klare Fragen, Quellenprüfung und ein Bewusstsein dafür, welche Daten in welches System eingegeben werden dürfen.
Quellen
OpenAI: Introducing ChatGPT search. Herausgeber: OpenAI. URL: https://openai.com/index/introducing-chatgpt-search/. Veröffentlichungsdatum: 31.10.2024, aktualisiert am 05.02.2025.
OpenAI: Introducing ChatGPT Atlas. Herausgeber: OpenAI. URL: https://openai.com/index/introducing-chatgpt-atlas/. Veröffentlichungsdatum: 21.10.2025.
OpenAI Help Center: ChatGPT Atlas release notes. Herausgeber: OpenAI. URL: https://help.openai.com/en/articles/12591856-chatgpt-atlas-release-notes. Abrufdatum: 15.06.2026.
Microsoft Bing Blogs: Introducing Copilot Search in Bing. Herausgeber: Microsoft. URL: https://blogs.bing.com/search/April-2025/Introducing-Copilot-Search-in-Bing. Veröffentlichungsdatum: 04.04.2025.
Google: AI Overviews in Europe: 9 new countries, 4 new languages. Herausgeber: Google. URL: https://blog.google/feed/were-bringing-the-helpfulness-of-ai-overviews-to-more-countries-in-europe/. Veröffentlichungsdatum: 25.03.2025.
Anthropic: Claude is now available in Europe. Herausgeber: Anthropic. URL: https://www.anthropic.com/news/claude-europe. Veröffentlichungsdatum: 14.05.2024.
Mistral AI Help Center: Le Chat is now Vibe. Herausgeber: Mistral AI. URL: https://help.mistral.ai/en/. Abrufdatum: 15.06.2026.
xAI: Grok. Herausgeber: xAI. URL: https://x.ai/grok. Abrufdatum: 15.06.2026.
Perplexity AI: Comet Browser. Herausgeber: Perplexity AI. URL: https://www.perplexity.ai/comet/. Abrufdatum: 15.06.2026.
DeepSeek: DeepSeek Privacy Policy. Herausgeber: DeepSeek. URL: https://cdn.deepseek.com/policies/en-US/deepseek-privacy-policy.html. Veröffentlichungsdatum: 10.02.2026.
Europäische Kommission: AI Act. Herausgeber: Europäische Kommission. URL: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/regulatory-framework-ai. Abrufdatum: 15.06.2026.
Europäische Kommission: Timeline for the Implementation of the EU AI Act. Herausgeber: Europäische Kommission, AI Act Service Desk. URL: https://ai-act-service-desk.ec.europa.eu/en/ai-act/timeline/timeline-implementation-eu-ai-act. Abrufdatum: 15.06.2026.