Dieser Text wurde ganz oder teilweise mit Hilfe von KI erstellt.

Eine Website ist gut nutzbar, wenn Menschen schnell verstehen, worum es geht, sich ohne Umwege orientieren können und ihre Ziele mit möglichst wenig Aufwand erreichen. Usability ist deshalb kein reines Designthema. Sie verbindet Inhalt, Technik, Struktur, Verständlichkeit, Barrierearmut und Vertrauen.

Die folgenden 20 Anforderungen richten sich an Websitebetreiber, Redaktionen und interessierte Laien. Sie ersetzen keine formale Barrierefreiheitsprüfung und keine rechtliche Zertifizierung, bieten aber eine praxisnahe Grundlage für bessere Websites.

1. Klare Zielsetzung der Website

Eine Website sollte auf den ersten Blick erkennen lassen, welchen Zweck sie erfüllt: Information, Beratung, Verkauf, Anmeldung, Kontaktaufnahme oder Service. Unklare Ziele führen zu unklaren Seiten.

Praktischer Hinweis: Für jede wichtige Seite sollte in einem Satz formulierbar sein, was Besucherinnen und Besucher dort tun oder verstehen sollen.

2. Verständliche Startseite

Die Startseite ist häufig der erste Orientierungspunkt. Sie sollte kurz erklären, wer oder was hinter der Website steht, welche Themen angeboten werden und wo die wichtigsten Inhalte zu finden sind.

Praktischer Hinweis: Die wichtigsten Aussagen gehören sichtbar nach oben, nicht erst ans Ende einer langen Seite.

3. Einfache und konsistente Navigation

Eine gute Navigation ist übersichtlich, wiedererkennbar und verwendet verständliche Begriffe. Besucher sollten nicht raten müssen, was sich hinter Menüpunkten verbirgt.

Praktischer Hinweis: Wenige, klare Menüpunkte sind meist hilfreicher als eine lange Liste mit ähnlichen Begriffen.

4. Logische Seitenstruktur

Inhalte sollten thematisch sinnvoll geordnet sein. Zusammengehörende Informationen gehören zusammen, Detailinformationen können auf Unterseiten ausgelagert werden.

Praktischer Hinweis: Eine einfache Skizze der Seitenstruktur hilft, doppelte oder versteckte Inhalte zu erkennen.

5. Aussagekräftige Überschriften

Überschriften helfen beim schnellen Erfassen einer Seite. Sie sollten den Inhalt des folgenden Abschnitts zutreffend beschreiben und nicht nur dekorativ eingesetzt werden.

Praktischer Hinweis: Wer nur die Überschriften liest, sollte den Aufbau der Seite grob verstehen können.

6. Gut lesbare Texte

Webtexte werden oft überflogen. Kurze Absätze, klare Sätze und konkrete Begriffe verbessern die Verständlichkeit. Fachbegriffe sollten erklärt werden, wenn sie für die Zielgruppe nicht selbstverständlich sind.

Praktischer Hinweis: Lange Textblöcke lassen sich meist durch Zwischenüberschriften, Listen oder kürzere Absätze verbessern.

7. Sichtbare Handlungsangebote

Wenn Besucher etwas tun sollen, etwa Kontakt aufnehmen, einen Termin buchen oder ein Dokument herunterladen, muss der nächste Schritt klar erkennbar sein.

Praktischer Hinweis: Wichtige Links oder Schaltflächen sollten eindeutig beschriftet sein, zum Beispiel „Kontakt aufnehmen“ statt nur „Hier klicken“.

8. Mobilfreundliche Darstellung

Viele Menschen nutzen Websites mit Smartphones. Inhalte müssen deshalb auch auf kleinen Bildschirmen lesbar, bedienbar und vollständig erreichbar sein.

Praktischer Hinweis: Seiten sollten regelmäßig auf einem Smartphone geprüft werden, nicht nur am großen Bildschirm.

9. Ausreichende Schriftgröße und Zeilenabstände

Zu kleine Schrift, enge Zeilen oder zu lange Textzeilen erschweren das Lesen. Gute Lesbarkeit ist besonders wichtig für ältere Menschen und für die Nutzung unterwegs.

Praktischer Hinweis: Texte sollten ohne Zoomen lesbar sein. Absätze brauchen genügend Abstand.

10. Gute Kontraste

Text und Bedienelemente müssen sich deutlich vom Hintergrund abheben. Schwache Kontraste sehen manchmal elegant aus, sind aber für viele Menschen schlecht nutzbar.

Praktischer Hinweis: Hellgrauer Text auf weißem Hintergrund sollte vermieden werden, besonders bei längeren Texten.

11. Bedienbarkeit mit Tastatur

Nicht alle Menschen bedienen Websites mit der Maus. Links, Formulare und Schaltflächen sollten auch mit der Tastatur erreichbar und sinnvoll nutzbar sein.

Praktischer Hinweis: Mit der Tabulatortaste lässt sich einfach testen, ob die wichtigsten Elemente in logischer Reihenfolge erreichbar sind.

12. Verständliche Linktexte

Links sollten beschreiben, wohin sie führen oder was nach dem Anklicken geschieht. Das hilft allen Nutzenden und besonders Menschen, die mit assistiven Technologien arbeiten.

Praktischer Hinweis: Mehrere Links mit dem Text „mehr“ oder „hier“ sollten durch konkrete Bezeichnungen ersetzt werden.

13. Sinnvolle Alternativtexte für Bilder

Bilder, die Informationen vermitteln, benötigen einen passenden Alternativtext. Rein dekorative Bilder sollten dagegen nicht unnötig beschrieben werden.

Praktischer Hinweis: Der Alternativtext sollte die relevante Information des Bildes wiedergeben, nicht nur den Dateinamen.

14. Kurze Ladezeiten

Langsame Websites führen zu Abbrüchen und wirken unprofessionell. Große Bilder, unnötige Skripte oder überladene Startseiten können die Nutzung deutlich verschlechtern.

Praktischer Hinweis: Bilder sollten vor dem Hochladen passend verkleinert werden. Nicht benötigte Elemente sollten entfernt werden.

15. Keine unnötigen Störungen

Pop-ups, automatisch startende Medien, blinkende Elemente oder zu viele Einblendungen können ablenken und das Vertrauen verringern. Nutzerfreundlichkeit braucht Ruhe und Kontrolle.

Praktischer Hinweis: Jede Einblendung sollte begründet werden: Hilft sie wirklich den Besuchern oder nur dem Betreiber?

16. Fehlerfreundliche Formulare

Formulare sollten so einfach wie möglich sein. Pflichtfelder müssen erkennbar sein, Fehlermeldungen verständlich formuliert werden und eingegebene Daten sollten nicht unnötig verloren gehen.

Praktischer Hinweis: Nur Daten abfragen, die für den jeweiligen Zweck wirklich notwendig sind.

17. Vertrauenswürdige Kontakt- und Anbieterinformationen

Eine Website sollte erkennen lassen, wer verantwortlich ist und wie Kontakt aufgenommen werden kann. Das schafft Orientierung und Vertrauen.

Praktischer Hinweis: Impressum, Datenschutzhinweise und Kontaktmöglichkeiten sollten leicht auffindbar sein.

18. Datenschutzfreundliche Gestaltung

Usability und Datenschutz gehören zusammen. Eine Website sollte nicht mehr Daten erheben als nötig und transparent erklären, welche Dienste eingesetzt werden.

Praktischer Hinweis: Externe Inhalte, Tracking, Karten, Videos oder Schriftarten sollten bewusst geprüft und nicht ungefragt eingebunden werden.

19. Aktuelle und gepflegte Inhalte

Veraltete Termine, tote Links oder überholte Aussagen erschweren die Nutzung und schwächen die Glaubwürdigkeit. Gute Usability braucht regelmäßige Pflege.

Praktischer Hinweis: Wiederkehrende Inhalte wie Termine, Ansprechpartner, Preise oder technische Hinweise sollten feste Prüftermine haben.

Fazit

Gute Usability entsteht nicht durch einzelne Tricks, sondern durch eine klare Haltung: Eine Website sollte aus Sicht der Nutzenden gedacht werden. Verständliche Inhalte, einfache Navigation, Barrierearmut, Datenschutz und technische Stabilität wirken zusammen. Wer Websites regelmäßig prüft und verbessert, macht sie nicht nur schöner, sondern vor allem hilfreicher.

Quellen und Orientierung

  • DIN EN ISO 9241-11: Ergonomie der Mensch-System-Interaktion – Gebrauchstauglichkeit.
  • World Wide Web Consortium (W3C): Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2.
  • Bundesfachstelle Barrierefreiheit: Informationen zur digitalen Barrierefreiheit.
  • Nielsen Norman Group: Grundlagen zu Usability, Nutzerführung und Webgestaltung.