McKinsey Chef nennt 3 Menschliche Kernkompetenzen, die KI nicht ersetzen kann

Beim Consumer Electronics Show 2026 in Las Vegas hat Bob Sternfels, Global Managing Partner von McKinsey Company, die Auswirkungen von Kuenstlicher Intelligenz (KI) auf die Belegschaft und die zukuenftigen Anforderungen an junge Fachkraefte diskutiert. Laut Sternfels hat die Integration von KI bei McKinsey bereits zu erheblichen Effizienzgewinnen gefuehrt. So wurden beispielsweise im letzten Jahr rund 1,5 Millionen Arbeitsstunden durch den Einsatz von KI fuer Such- und Syntheseaufgaben eingespart. Zudem haben KI-Agenten in den letzten sechs Monaten rund 2,5 Millionen Diagramme erstellt, was menschliche Berater entlastet und ihnen erlaubt, sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren.

Trotz dieser Fortschritte betonte Sternfels, dass es weiterhin menschliche Faehigkeiten gibt, die heutige KI-Modelle nicht leisten koennen. Er identifizierte drei zentrale Kompetenzen, auf die junge Berufstaetige ihren Fokus legen sollten: die Faehigkeit zu aspirieren, Urteilsvermoegen und echte Kreativitaet.

Die Faehigkeit zu aspirieren beinhaltet das Setzen grosser Ziele und das Inspirieren anderer, diese zu verfolgen. Sternfels fuehrte das Beispiel der Raumfahrt an und sagte, dass das Streben nach Zielen wie dem Mars fuer KI nicht moeglich sei. Nur Menschen koennen wirklich grosse Visionen entwickeln und andere dafuer begeistern.

Das Urteilsvermoegen beschreibt laut Sternfels die Kompetenz, Entscheidungen dort zu treffen, wo keine klare richtige oder falsche Antwort existiert. KI arbeitet vorwiegend auf Basis statistischer Muster und hat kein echtes Verstaendnis fuer Werte oder gesellschaftliche Normen. Menschen sind in der Lage, solche Kontextfaktoren zu beruecksichtigen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Echte Kreativitaet meint die Faehigkeit, ueber bestehende Muster hinauszudenken und komplett neue Ideen und Loesungen zu entwickeln. Sternfels erklaerte, dass KI-Modelle als Inferenzmodelle funktionieren und in der Regel den wahrscheinlich naechsten Schritt vorhersagen. Menschliche Kreativitaet hingegen kann vollkommen neuartige Ansaetze hervorbringen, die nicht einfach aus vorhandenen Daten extrapoliert werden koennen.

Eine weitere Folge des KI-Einsatzes sei eine Veraenderung in den Einstellungspraktiken von Unternehmen. Sternfels argumentierte, dass traditionelle Prestigeindikatoren wie Universitaetsabschluesse an Bedeutung verlieren sollten. Stattdessen koennte der Fokus stärker auf konkreten Arbeiten liegen, die Bewerber erstellt haben, etwa auf Code oder Projekten, die auf Plattformen wie GitHub sichtbar sind. Dies koennte neue Wege in den Arbeitsmarkt eroefnen und diversere Talentpools zugaenglich machen.

Insgesamt zeigt sich, dass KI zwar viele Aufgaben uebernehmen kann, es aber weiterhin Bereiche gibt, in denen der Mensch unersetzlich bleibt. Fuers Berufsleben bedeutet dies, die eigenen menschlichen Staerken auszubauen und sie bewusst dort einzusetzen, wo Maschinen an ihre Grenzen kommen.

Quellen:
1. McKinsey boss shares human skills AI models cant do, Business Insider, https://www.businessinsider.com/mckinsey-boss-shares-human-skills-ai-models-cant-do-2026-1, 14. Januar 2026
2. McKinsey boss Bob Sternfels breaks down how AI is changing consulting jobs, The Times of India, https://timesofindia.indiatimes.com/technology/tech-news/mckinsey-boss-bob-sternfels-breaks-down-how-ai-is-changing-consulting-jobs-non-client-facing-roles-are-shrinking-and-jobs-that-are-growing-are/articleshow/126461541.cms, 14. Januar 2026

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